Rebsorten:
50% Semillion, 40% Sauvignon Blanc, 10% Muscadelle
Beschreibung:
Dessertwein. In der Nase deutlcher Auftritt von Bitterorangen, opulenten Früchten und Akazienblüten. Am Gaumen zeigen sich Noten von Honig und frischem Steinobst. Vollendete Balance von Geschmeidigkeit, Kraft,
Konzentration und Frische. Eine deutliche Referenz aus Bordeaux - Sauternes. Was richtig Feines und in Deuschtland nicht all zu leicht zu bekommen
Serviertemperatur:
6-10°C
Analysewerte:
Alkoholgehalt:13.50 %
Restzucker: 111 g/l
Säure: 3.9 g/l
optimal trinkreif:
jetzt
lagerbar bis (mind.):
bis acht Jahre
Herstellung:
Die rosinenartig eingetrockneten Trauben werden in mehreren Durchgängen von Hand gelesen, um jeweils nur diejenigen Beeren zu pflücken, die einen optimalen Reifegrad zeigen. In der Kellerei werden die Trauben sehr langsam, vorsichtig gepresst und dann die Moste abgezogen. Sobald sich der Trub auf natürliche Weise (Sedimentation) gesetzt hat, startet die alkoholische Vergärung - die allerdings bereits nach wenigen Tagen vorzeitig gestoppt wird, damit sich nicht der gesamte Zucker in Alkohol umwandelt und die für den Sauternes charakteristische hohe Restsüße im Wein erhalten bleibt. In der Appellation Sauternes entstehen Frankreichs bedeutendste und in der ganzen Welt berühmte edelsüße Weine. Das Anbaugebiet in den südlichen Graves, am linken Ufer der Garonne, etwa 40 Kilometer südöstlich der Stadt Bordeaux, umfasst rund 2.000 Hektar Reben, die überwiegend entlang dem Flüsschen Ciron, im Norden der Appellation gepflanzt sind. Hier profitieren die Trauben von dem einzigartigen, für die Entstehung der Edelfäule unerlässlichen Klima der Sauternes: Wenn in den frühen Morgenstunden die Nebel vom Ciron her aufsteigen, legt sich der Edelpilz Botrytis cinerea auf die Trauben und durchbohrt mit seinen Sporen die feine Beerenhaut. Dadurch verdunstet das Wasser in den Beeren, sie trocknen rosinenartig ein und konzentrieren dabei Zucker und Aromen. Das im Tagesverlauf wieder warme, sonnige Wetter sorgt dafür, dass die Beeren dabei nicht verfaulen, sondern "edelfaul" weiterreifen.
Boden:
alte Schwemmlandböden aus steinigem Lehm und Sand, darüber meist Kies
Weinnotiz:
Einer der zweifellos größten Erfolge des Baron Philippe de Rothschild war 1930 die Kreation des Mouton Cadets. Ursprünglich hatte er Mouton als Zweitwein zum Grand Vin konzipiert und ihn deshalb Cade (dt. der Jünger) getauft; ein Konzept, das nicht ganz aufging. Denn die Cuvée avancierte binnen kürzester Zeit zum Lieblingswein der Restaurants in aller Welt, sodass die Nachfrage mit den eigenen Trauben allein nicht mehr zu decken war. Baron Philippe kaufte Trauben zu und hatte somit anstelle des Zweitweines den ersten Markenwein aus Bordeaux geboren. Mouton Cadet, der bis heute nichts von seiner internationalen Anerkennung eingebüßt hat, gilt als Symbol und Botschafter der Weine der Familie Rothschild im mittleren Preissegment.
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