Rebsorten:
100% Chardonnay
Beschreibung:
Farbe: leuchtendes Strohgelb bis Grüngold Duft: frisches Bouquet von saftigen Zitrusfrüchten, Grapefruit, Zitrone, weißem Pfirsich, Blüten und Kräutern Geschmack: am Gaumen deutlich mineralisch, fast steinig, mit viel Frische und lebhafter Säure, die dem Wein Fülle und eine rassige Würze verleiht, exzellent ausgewogen mit feinem Nachhall von Zitrusfrüchten
Serviervorschlag:
ca. 1 Stunde vorher öffnen; eleganter Aperitif zu Fingerfood, Sushi, frischen und gegrillten Meeresfrüchten, Salat mit gegrillten Garnelen oder Putenbruststreifen, aber auch zu reifem, nicht zu würzigem Käse.
Serviertemperatur:
10°C
Analysewerte:
Alkoholgehalt:12.50 %
Restzucker:1.10 g/l
Säure:5.20 g/l
lagerbar bis (mind.):
4 bis 5 Jahre
Klima:
Nach einem langen, kalten Winter bringt der April 2010 nahezu sommerliches Wetter mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen weit über dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Die Entwicklung in den Weinbergen geht schnell voran. Doch schon im Mai wird es wechselhaft, mal heiß, dann wieder kühl und regnerisch. Im Juni bleibt es kühl und feucht. Die Blüte kann sich nur zögerlich entfalten, erste Verluste durch Verrieseln sind die Folge. Das folgende nun wiederum zu trockene Juliwetter bremst die Entwicklung der Beeren. Die Winzer rechnen nun mit deutlichen Ertragseinbußen. Allerdings hat wie immer alles zwei Seiten. Denn die wenigen verbliebenen, kleinbeerigen Trauben entfalten umso tiefer konzentrierte Aromen. Die Farbnahme beginnt zum gewohnten Zeitpunkt, ab Mitte August, zieht sich aber bei erneut wechselhaftem Wetter über mehrere Wochen hin und fördert damit eine recht ungleichmäßige, doch in Summe sehr schöne, aromatische Reife der Trauben. Im September kehrt die Sonne zurück und vollendet bei angenehm milden Temperaturen diesen ertragsmäßig zwar eher kleinen, qualitativ jedoch ausgezeichneten und eleganten Chablis-Jahrgang 2010
Herstellung:
Wie alle Weine, vinifiziert Guillaume Cicqueau-Michel auch seinen Chablis von alten Reben ausschließlich im Edelstahltank. Bei kontrollierten Temperaturen werden die Moste langsam, nach Parzellen getrennt mit den natürlichen Hefen (ohne Zugabe von Reinzuchthefen) vergoren, die Weine nach Abschluss des spontan erfolgten biologischen Säureabbaus vermählt und nun mindestens sechs bis acht Monate auf den Feinhefen ausgebaut. Der Chablis wird dann vorsichtig von seinem Hefelager abgezogen, bei mäßig kühlen Temperaturen langsam stabilisiert, wenn nötig mit Bentonit geschön und schließlich nur leicht filtriert auf die Flaschen gefüllt.
Boden:
mitteltiefe Kalkböden in den historischen Rebanlagen des Chablis, meist Kimmeridge (Oberer Jura), aber auch tonig-schlickiges Flussschwemmland über Mergel mit fossilen Austernschalen
Weinnotiz:
Fein, mineralisch, lupenrein. Auf der Domaine Louis Michel et Fils ist Chablis Präzisionsarbeit. Glasklar und deutlich anders als die üppigen Burgunder, die nur wenige Kilometer weiter südlich in ihren Fässern lagern. Chablis ist nicht Meursault, ist ein geflügeltes Wort oder eher der Wahlspruch der Familie Michel. Ganz gleich, wen Sie danach fragen, er wird es mit Nachdruck wiederholen und Ihnen die große Bedeutung dieser Prämisse für die unverwechselbare Identität des Weinguts erklären.
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